System alarmiert medizinisch geschulte Helfer bei Herzstillstand.
Die Ersthelfer-App „Region der Lebensretter“ ist seit dem 11. Februar in Pforzheim und im Enzkreis im Einsatz. Ziel ist es, bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand qualifizierte Ersthelfende in der Nähe eines Notfallortes zu alarmieren und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken. Der Start wurde bewusst auf den Europäischen Tag des Notrufs 112 gelegt, der auf die Bedeutung schneller Alarmierung und funktionierender Rettungsketten aufmerksam macht.
In einem vorangegangenen Testbetrieb funktionierten die Alarmierungen bereits zuverlässig. Das System ist an die Integrierte Leitstelle Pforzheim angebunden, die als zentrale Anlaufstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz dient. Geht dort ein Notruf wegen eines vermuteten Herzstillstands ein, wird parallel zum Rettungsdienst eine Meldung über die App an registrierte medizinisch geschulte Ersthelfende in der Nähe gesendet. Diese können häufig innerhalb weniger Minuten mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.
Hintergrund ist die medizinische Bedeutung schneller Hilfe: Ein Herz-Kreislauf-Stillstand zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen. In Deutschland treten jährlich mehr als 50.000 Fälle auf, von denen bislang nur etwa zehn Prozent überleben. Früh begonnene Reanimationsmaßnahmen können diese Überlebensrate deutlich erhöhen, da bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff schwere Hirnschäden drohen.
Das System versteht sich als Bindeglied zwischen Laienhilfe und professionellem Rettungsdienst. Beteiligt an der Einführung sind der DRK-Kreisverband Pforzheim-Enzkreis e.V., die Stadt Pforzheim sowie der Enzkreis. Der DRK-Kreisverband übernimmt 50 Prozent der Kosten, die restliche
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